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Angelo Kelly bei 3nach9: Unfreiwillige Signierstunde auf der Herrentoilette

In der Radio Bremen-Talkshow erinnerte sich der Musiker an einen besonders intimen Fanmoment aus seiner Zeit als jüngstes Mitglied der legendären „Kelly Family“.

Bremen, 31. Januar 2026 – Darüber, dass sich Angelo Kelly nach einer fast dreijährigen medialen Auszeit am Freitagabend das 3nach9 Studio für seinen ersten TV-Auftritt ausgesucht hatte, zeigte sich Gastgeberin Judith Rakers besonders erfreut. Und sie wollte natürlich wissen: „Angelo, wo warst Du?“

Nach den vielen Jahren des Musikmachens mit der eigenen Familie sowie dem „The Kelly Family“-Comeback habe er sich nicht einfach direkt wieder in die eigene Musik stürzen wollen, so der irisch-amerikanische Musiker und Komponist. Er wollte eine Pause machen und Kraft tanken. „Ich habe ein Jahr lang nicht einmal die Gitarre angefasst, ganz viel Abstand von allem bekommen“, erklärte Kelly weiter. Gesungen habe er ebenfalls nicht. Später habe er langsam wieder angefangen, Songs zu schreiben.

„Ich dachte, wenn jemand etwas mit so viel Leidenschaft tut, wie du, schon dein ganzes Leben lang, dann geht das gar nicht“, wunderte sich Judith Rakers. „Doch“, antwortete Angelo Kelly, „es geht – und es war mir auch wichtig.“ Man habe als Künstler nichts zu erzählen, wenn man nicht auch etwas erlebe. Und er habe diese drei Jahre genutzt, um Zeit mit der Familie zu verbringen, seinen Hobbys nachzugehen und Freunde zu besuchen. Vor allem aber das Leben und die Karriere zu reflektieren.

Angelo Kellys Karriere sowie die Tatsache, dass der heute 44-Jährige bereits als Kind ein gefeierter Popstar war, waren auch im weiteren Verlauf des Gesprächs Thema. „Es gab ja Zeiten in deinem Leben, die waren wild. Da konntest du nicht ohne Security auf die Straße gehen“, so Judith Rakers. Kelly stimmte ihr zu und erinnerte sich an ein besonders witziges Erlebnis aus jenen Tagen, mit seinem persönlichen Security-Mann: „In einer Hotellobby musste ich kurz zur Toilette. Er ist dann immer zuerst hineingegangen und hat geguckt, ob jemand da ist. Schließlich meinte er ,Okay, ist frei, du kannst gehen‘. Ich sitze da also auf dem Topf, als so ein Zettel mit einem Stift von nebenan kommt und eine Stimme fragt: ,Kannst du das für meine Tochter unterschreiben?‘“ Judith Rakers ergänzte schmunzelnd. „Vor allem stelle ich mir jetzt gerade vor, wie dieser Vater auf dem Klo gesessen haben muss, damit der Security-Mann beim Gucken seine Füße nicht sieht.“

Auf der Bühne des Bremer Studios gab Angelo Kelly schließlich noch live eine musikalische Kostprobe seines neuen Albums zum Besten.